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Durchstich Wasserbreite

Seit Jahrzehnten drängten die Einwohner des Trendelburger Ortsteils Eberschütz auf einen wirksamen Hochwasserschutz. Vor fast 20 Jahren wurde der große Eindeichungsplan für die gesamte Ortschaft aus Kosten- und Naturschutzgründen verworfen. Durch den im Jahr 1999 durchgeführten Durchstich in der so genannten "Wasserbreite" wurde eine Flutmulde errichtet, die neben einer mit der Renaturierung verbundenen ökologischen Verbesserung der Diemelaue auch zu einer Hochwasserentlastung für die Ortschaft Eberschütz um ca. 20 cm führt.

Die Flutmulde ist rund 290 m lang, bis zu 24 m breit und in der Mitte 1,60 m tief.

Das letzte Viertel der Mulde wurde fast bis auf die Höhe der Diemelsohle vertieft und bildet einen "neuen Altarm", der anders als die Flutmulde ständig wassergefüllt ist.

Weil die geradeaus weiterlaufende Flutmulde dem Wasser rund 300 m Umweg durch die für Rückstaus sorgende Schleife erspart, sorgt sie für einen schnelleren Abfluss eines Teils des Hochwassers und trägt somit auch für die Unterlieger durch Entzerrung der Hochwasserspitze zu einer Entschärfung der Situation bei.

Durch randliche Bepflanzung mit standortgerechten Gehölzen wie z. B. Haselnuss, Weißdorn, Knack, Purpur und Korbweiden wird das Landschaftsbild bereichert, und es ergibt sich auch hier eine Steigerung des Erholungs- und Erlebniswertes in der Aue.


Flutmulde in der Bauphase


Diemelanschluss nach der Bauphase


Das erste Hochwasser in der Flutmulde


Der Einlauf von der Diemel wurde durch eine Steinpackung gesichert


Blick in den Altarmbereich



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